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Die nachhaltige Investition in die Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter

Die Popularität von virtuellen Klassenzimmern (Virtual Classrooms, VCR) hat im Laufe der Jahre sprunghaft zugenommen. Die Rahmenbedingungen des Lernens ändern sich – das Lernen selbst ändert sich. Obwohl wir diesen Umstand anerkennen, arbeiten viele Unternehmen und Bildungseinrichtungen kaum mit einem zeitgemäßen Learning Design und einem passenden Gesamtkonzept. Dabei kommt es nur auf den richtigen Mix an, der nicht nur eine Kosten- und Ressourcenreduktion mit sich bringt, sondern sich auch an unterschiedliche Lerntypen richtet. Denn vom Lernerfolg des Einzelnen profitiert schlussendlich das Unternehmen selbst.

 

Vorteile virtueller Klassenzimmer

Virtuelle Klassenzimmer besitzen die Vorteile von Präsenzschulungen und keine wesentlichen Nachteile: Die Teilnehmer einer virtuellen Schulung können wie gewohnt in Echtzeit dem Vortragenden folgen (vorausgesetzt es wird natürlich die passende Technologie/Software eingesetzt). Selbst Tools, die es ermöglichen gewisse Highlights in Präsentationen einzubauen, sind längst am Markt und vereinfachen es, den Lernenden ein gewohntes Lernumfeld zu bieten. Oft wird auch eine Kombination aus Präsenzveranstaltungen, VCRs und E-Learnings eingesetzt: So ermöglicht z. B. der Einsatz von E-Learning-Modulen zur Vorbereitung der Teilnehmer auf ein virtuelles oder Face-to-Face-Seminar einen gemeinsamen Wissensstand, auf den in der Folge gut aufgebaut werden kann. Weitere Vorteile sind unbestritten die Reduktion von CO2-Emmissionen und die Kostenersparnis für die Personalentwicklung, insbesondere wenn virtuelle Schulungen global eingesetzt werden.

 

Besseres Teamplay

Oft wird digitalen Lernmethoden nachgesagt, dass sie nicht für alle Themen geeignet seien. Dieser Gedanke ist in die Jahre gekommen, mittlerweile arbeiten viele Unternehmen ausschließlich mit virtuellen Hilfsmitteln „remote" an Großprojekten. Wenn die Umsetzung eines Projektes auf diesem Weg möglich ist, ist es natürlich auch möglich Lerninhalte zu kommunizieren. So bieten sich heutzutage viele Systeme und Hilfsmittel an, um z. B. Umfragen zu starten, Feedback zu sammeln, in Kleingruppen an individuellen Themenstellungen zu arbeiten, in Einzelgesprächen auf den einzelnen Teilnehmer einzugehen und mehr. So ist ein wesentliches Erfolgskriterium – der Austausch über das gerade Gelernte – gegeben.

 

Es kommt auf den richtigen Mix an

Leider sind oftmals gravierende Qualitätsunterschiede beim Wissenstransfer zu beobachten. Dabei wirken sich minderwertige Ausbildungsmaßnahmen langfristig negativ auf den Unternehmenserfolg und natürlich auch auf den Ruf des Arbeitgebers aus. Dies zeigen z. B. bereits E-Learnings im Rahmen von Onboarding-Phasen neuer Mitarbeiter: Werden neue Mitarbeiter nicht richtig eingeschult, kommt es zu einer Verzögerung der eigentlichen Arbeitsqualität und dies resultiert wiederum in höheren Unternehmenskosten. Daher ist es nicht verwunderlich, dass 78% der Unternehmen, die hochwertige Onboarding-Prozesse besitzen, noch im Geschäftsjahr der Anstellung der neuen Mitarbeiter ihren Umsatz steigern.1

 

Das Ziel der Digitalisierung von Know-how ist, die Lernziele besser zu erreichen und nicht die Digitalisierung selbst! Gerade jetzt, wo viele Unternehmen den Einsatz von digitalen Lernmethoden akzeptieren, ist es wichtig sich mit Experten aus der eDidaktik zusammenzusetzen, um das richtige Learning Design für das gesamte Unternehmen herzustellen. Es gibt schon lange genügend Lernmethoden, um dieses Problem zu lösen. Es kommt jedoch auf den richtigen Mix an!

 

 

 

Gutes Learning Design bringt die beste Lernerfahrung

Digitales Learning Design ist viel mehr als nur eine digitale Version einer Face-to-Face-Veranstaltung, sie stellt den Teilnehmer in den Mittelpunkt des Trainings und orientiert sich an den eigentlichen Lerninhalten einer Schulung. Ausbilder und Trainer, die sich mit den Technologien aus der eDidaktik befassen und mit professionellen E-Learning-Entwicklern zusammenarbeiten, bieten Schulungen nicht nur digitalisiert an, sondern sie setzen durch die Abwechslung von Präsenzzeiten, virtuellen Klassenzimmern und E-Learnings in Kombination mit individuellen Selbstlernphasen, nachhaltigen Transferaufgaben und mehr auf ganzheitliche Bildungsmaßnahmen. Mit dem richtigen Lernmethodenmix kann auch mehr Inhalt vermittelt werden.


Das Learning Design orientiert sich dabei an der Learning Experience (LX). Ähnlich der Customer Experience (CX) wird versucht, eine Person zu begeistern. Beim Lernen wird dies noch zusätzlich erschwert, da die Aneignung von Wissen die gesamte Aufmerksamkeit erfordert. Daher muss das Learning Design auch darauf achten, das Interesse und somit die Aufmerksamkeit über den gesamten Kurs so hoch wie möglich zu halten. Es gibt dafür keine allgemeine Lösung, sondern man sollte sich an dem eigentlichen Lerninhalt und seiner Zielgruppe orientieren, Komplexitäten aufbrechen, nur relevante Trainingsinhalte präsentieren und sich dabei auf das Wesentliche fokussieren. Bei E-Learnings kommt noch zusätzlich der Faktor der Qualität hinzu – ist das Training optisch ansprechend? Hat es passende Interaktionen? Sogenanntes „PowerPoint-E-Learning" sollte vermieden werden. Die TeilnehmerInnen wissen, was am Markt an Darstellungsmöglichkeiten vorhanden ist (Webseiten, Smartphones Apps, etc.).


Orientiert man sich an dem individuellen Lerninhalt und dem Lernziel, erkennt man das benötigte Learning Design und stellt man den Teilnehmer in den Mittelpunkt des Trainings, dann ermöglicht man seinen Mitarbeiter, etwas zu lernen anstatt nur teilzunehmen.

 

Quelle:
1: https://www.cognology.com.au/weve-got-the-science-on-successful-onboarding/, DL 23.09.2020